Irmscher 7 Selectra

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238 PS im Elektro-Roadster: Irmscher 7 Selectra

Remshalden - Strom-Flitzer sind in. Auch das sonst eher für Opel-Tuning bekannte Unternehmen Irmscher will dabei nicht zurückstehen und stellt nun den Irmscher 7 Selectra vor. Die schwäbische Firma, die im Fremdauftrag auch Kleinserien, Prototypen und Fahrzeuge mit alternativen Antrieben baut, will den Elektro-Roadster in Serie herstellen. Das Konzeptauto wird zusammen mit einem neuen E-Bike auf dem Genfer Autosalon von 3. bis 13. März 2011 präsentiert.

 

Bis zu 800 Newtonmeter Drehmoment

Schon 1994 stellte die Remshaldener Firma das Kleinwagen-Modell Selectra vor. Es war mit einem seriellen Hybridantrieb ausgestattet. Unter dem Label "i Selectra", das für "Irmscher sportive elektrische Antriebe" steht, folgt nun nach 16 Jahren der 7 Selectra. Er basiert auf dem Irmscher 7 Turbo, einer 210 PS starken Interpretation des legendären Lotus Seven beziehungsweise Super Seven, im Original gebaut von 1957 bis 1972. Anstatt eines konventionellen Verbrennungsmotors erhält der 7 Turbo einen Elektroantrieb: Er leistet 175 Kilowatt, also rund 238 PS. Das maximale Drehmoment beträgt 800 Newtonmeter. Mit der im Konzeptauto verbauten Übersetzung soll eine Höchstgeschwindigkeit von 186 km/h möglich sein. Je nach Einstellung der Elektronik sind laut Irmscher Beschleunigungszeiten von null auf 100 km/h zu erwarten, die unter vier Sekunden liegen.

Kabellose Aufladung

Gespeist wird der Gleichstrom-Elektromotor von Lithium-Eisen-Phosphat-Zellen. Sie sollen mehrere Tausend Auf- und Entladungen aushalten. Die Aufladung der flüssiggekühlten Akkus erfolgt kabellos per Induktionsschleife unter dem Fahrzeug. Je nach Kapazität des Ladegeräts spricht Irmscher von "theoretisch weniger als 60 Minuten", um einen Ladezustand von 80 Prozent zu erreichen. Die von Irmscher angebotenen Geräte sollen eine Komplettladung in drei bis acht Stunden sicherstellen.

Dynamische und ökonomische Fahrmodi

Die Elektronik ermöglicht dynamische und ökonomische Fahrmodi. 200 Kilometer weit soll der Elektro-Roadster bei einer Durchschnittgeschwindigkeit von 80 km/h kommen. Im "Brötchenhol"-Modus von maximal 50 km/h sind rechnerisch 400 Kilometer möglich. Irmscher verspricht darüber hinaus eine ähnlich gute Gewichtsverteilung wie bei der konventionellen Version und damit auch entsprechend agile Fahreigenschaften. Das Gesamtgewicht soll sich im Bereich des 725 Kilogramm leichten 7 Turbo bewegen.

Mit Infrarotheizung

Bei der Umsetzung des Konzeptautos halfen die Renninger Firma Messmotech, das Kamener Unternehmen Vahle und Ingo Grothe, ein Elektronik-Fachmann. Letzterer war auch an der Entwicklung einer Infrarotheizung beteiligt, die in der Frontscheibe sitzt. Eine aufgedampfte Schicht wird unter elektrische Spannung gesetzt und strahlt wärmende Infrarotstrahlen aus. Die Lösung soll laut Grothe rund 90 Prozent Energie gegenüber einer herkömmlichen Heizung einsparen.

Unter 90.000 Euro

Sparen muss man auch, wenn man den 7 Selectra kaufen möchte. Für das geplante Seriemodell peilt Irmscher einen Zielpreis von unter 90.000 Euro an. Die konventionelle Version 7 Turbo ist für 55.900 Euro zu haben. Nur 2.990 Euro muss man für das Irmscher Crossbike Selectra investieren. Das 1,36 PS starke Elektro-Zweirad wird ebenfalls auf dem Genfer Autosalon vorgestellt.

 

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